Pfarrei St. Johannes XXIII
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Bilderfries

 

Gottes Segen für das neue Jahr 2016

aus dem Pfarrbrief Januar 2016

Am 8. Dezember hat unser Papst Franziskus das Heilige Jahr der Barmherzigkeit eröffnet. Gott ist barmherzig, und darum sind wir eingeladen, Barmherzigkeit zum Maßstab unseres eigenen Lebens und Handelns und zum Leitwort für die Pastoral in unseren Gemeinden und für unseren Umgang miteinander im kommenden Jahr zu machen.
„Barmherzig sein“ – was heißt das?
50 Mal finden wir die Worte „Barmherzigkeit“ oder „barmherzig“ in der Bibel.
Wenn man das lateinische Wort „Misericordias“ wörtlich übersetzt, dann nähern wir uns dem Sinn und Wesen des Wortes Barmherzigkeit:
„ein Herz für die Armen haben“.
Wer den Blick auf den barmherzigen Gott und auf die bedürftigen Brüder und Schwestern richtet, der nimmt „den wesentlichen Inhalt des Evangeliums in den Blick“. So die Worte von Papst Franziskus. Und das bedeutet. „nicht darüber nachzudenken, ob es etwas Wichtigeres oder Besseres gäbe, sondern zu handeln.“ Wenn wir auf das Leben Jesu blicken, dann sehen wir, wie diese Botschaft Hand und Fuß bekommen kann, was es bedeutet, barmherzig zu leben.
Barmherzig sein, das heißt: nicht zu verurteilen oder zu verdammen, sondern zu vergeben, so wie Gott uns immer wieder vergibt.
Barmherzig zu sein mit sich selbst, das kann bedeuten – nicht immer perfekt sein zu wollen, sondern sich selbst auch Fehler einzugestehen und die Vergebung Gottes anzunehmen.
Barmherzig den anderen gegenüber zu sein, das kann bedeuten: den anderen mit Wohlwollen begegnen, zuerst ihre guten Absichten zu sehen, sie wertzuschätzen und anzuerkennen, in ihnen den Bruder und die Schwester zu erkennen und vor allem das Urteilen und das abschätzige Anblicken hintenan zu stellen.
Barmherzig sein heißt: mein Herz weiten für Gott und damit auch den anderen mit neuen Augen und mit einem neuen Herzen sehen.
Respekt – das ist sozusagen der kleine Bruder der Barmherzigkeit. „Respekt – für dich, für mich, für andere“ – unter diesem Leitwort bringen unsere Stern- singerinnen und Sternsinger am Beginn des neuen Jahres den Segen Gottes zu den Menschen.
Respekt – von „respicere“ – „sich umschauen und Rücksicht nehmen“, können wir von den Sternsingern als Auftrag und Segenswunsch mit ins neue Jahr nehmen. Aufmerksam sein, die Botschaft der Liebe Gottes weitersagen und sich dem anderen zuwenden, das können wir von unseren Sternsingern lernen!

Gottes Segen gilt allen Menschen, seine Liebe grenzt niemanden aus.
Nehmen wir diese Zusage mit ins Jahr 2016 und lassen wir uns von Gott einladen, Barmherzigkeit zu leben und konkret werden zu lassen, einander mit Respekt zu begegnen und miteinander auf dem Weg des Glaubens unterwegs zu sein.

Gottes Segen für das neue Jahr 2016!

Für das Pastoralteam Bärbel Schumacher Pastoralreferentin


Veröffentlicht am 31.12.2015

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